Die Ausstellung läuft bis 9. März 2012. The exhibition is ongoing until March 9, 2012.
Alfred Hrdlicka ist im anfangs „roten Wien“ aufgewachsen, in einer politisch unruhigen Zeit, in der von auch gewalttätigen Kämpfen zwischen sozialistischen und konservativen, zunehmend auch nationalsozialistischen Gruppierungen und Parteien geprägten Ersten Republik Österreich. Durch seinen Vater, einem illegalen Kommunisten und Gewerkschaftsfunktionär, wurde er schon früh für politische Fragen sensibilisiert. Bereits 1933, damals fünf Jahre alt, begleitete er ihn beim Verteilen von Flugblättern im Arbeiterbezirk Floridsdorf. Mit sechs Jahren erlebte er eine erste Hausdurchsuchung, bei der er von der Polizei verprügelt wurde und die Verhaftung seines Vaters. Als Zehnjähriger war er Zeuge des „Anschlusses“ Österreichs an das Deutsche Reich. Als thematischer Schwerpunkt zieht sich die Politik wie ein roter Faden durch sein gesamtes Werk.
Alfred Hrdlicka was born in Vienna in politically troubled times, characterized by violent struggles between socialist and conservatives. The First Republic Austria was increasingly dominated by national socialist groups and parties at that time. Because of his father, an illegal communist and trade union official, early on he was aware of political matters. Already in 1933, then five years old, he accompanied him while handing out leaflets in working-class district Floridsdorf. At the age of six, he experienced a house search, where he was beaten by the police and his father was arrested. At the age of ten he witnessed the "Anschluss" of Austria into the German Reich. Politics per se are a recurring theme in his entire work.