The Mehdi Chouakri gallery is pleased to open the 2008/09 season with the fifth solo exhibition of Gitte Schäfer. In “Sich blind dem Wal anvertrauen” (“Blindly Confiding in the Whale”), Schäfer fills both main gallery rooms with a series of new woks. At the same time, under the same title in French, the artist presents further works in the Galerie Chez Valentin, Paris, which correspond to her show in Berlin. With the opening of this double exhibition, the first catalogue of Schäfer’s work will be published by FRAC Bourgogne in Dijon.
The gallery’s front room is dominated by a monumental, 7x2m large sculpture. Uneven assorted types of rubble in different hues and pink salt crystals form a kind of loose, geometrical mosaic which covers the floor as an ornamented surface. Opposite, a mural painting with the xylographic motif of an abstracted dragon fighter occupies the rear of the exhibition. Between these two main works, smaller pictures and objects are scattered throughout the space. As so often in her works, Schäfer has arranged natural materials into enigmatic artefacts and also transferred motifs she came across into a new context. By letting the works appear in an environment alien to them, they turn into triggers of different associations, impressions and sensations.
In the catalogue, the art critic Dominic Eichler describes Schäfer’s method:
“Whether she happens to be producing sculptures or paintings on canvas, bricolage objects or wallhangings and other remakes, her works give both curious and ordinary things – as well as her own odd replicas of such things – unexpected sequels. In her work she proposes new incarnations for objects, which would otherwise have had a rather humble or humdrum biography. [...] Schäfer asks her viewers to look in an unbridled fashion at her works. To see them not just for what we know of their parts or origins and what they might would typically be taken to mean.”
GITTE SCHÄFER Sich blind dem Wal anvertrauen
Die Galerie Mehdi Chouakri freut sich, mit der fünften Einzelausstellung von Gitte Schäfer die Saison 2008/09 einzuläuten. Bei „Sich blind dem Wal anvertauen“ bespielt Schäfer mit einer Reihe neuer Arbeiten die beiden Haupträume der Galerie. Unter dem gleichen, allerdings französischen Titel zeigt die Künstlerin parallel in der Pariser Galerie Chez Valentin außerdem weitere Werke, die mit ihrer Schau in Berlin korrespondieren. Zeitgleich zur Eröffnung der Doppelausstellung erscheint der erste Katalog zum Schaffen Schäfers, der vom FRAC Bourgogne in Dijon herausgegeben wurde.
Der vordere Raum der Galerie wird von einer monumentalen, etwa 7 x 2 m messenden Skulptur dominiert. Unregelmäßige Bruchsteine verschiedener Tonstufen und rosafarbene Salzkristalle bilden eine Art loses, geometrisches Mosaik, das als ornamentierte Fläche den Boden bedeckt. Eine Wandmalerei mit dem holzschnittartigen Motiv eines abstrahierten Drachenkämpfers nimmt demgegenüber den hinteren Teil der Ausstellung ein. Zwischen diesen beiden Hauptwerken finden sich kleinere Bilder und Objekte verstreut. Wie häufig in ihren Arbeiten hat Schäfer dabei Materialien aus der Natur zu rätselhaften Artefakten arrangiert sowie gefundene Vorlagen in einen neuen Kontext überführt. Durch ihr Erscheinen in fremden Umgebungen werden die Werke zu Auslösern unterschiedlicher Assoziationen und Eindrucksempfindungen. Im Katalog beschreibt der Kunstkritiker Dominic Eichler das Verfahren Schäfers:
„Ob sie nun Skulpturen oder Malereien auf Leinwand, gebastelte Objekte und Wandbehänge oder andere Remakes herstellt, ihre Arbeiten geben den teils kuriosen, andererseits aber auch ganz gewöhnlichen Objekten – sowie den eigenen skurrilen Nachbildungen solcher Dinge – ein unerwartetes Fortleben. Objekte, die andernfalls eine eher bescheidene oder langweilige Biografie hätten, offeriert sie in ihren Arbeiten eine völlig neue Verkörperung. [...] Schäfer fordert den Betrachter auf, ihre Arbeiten in einer uneingeschränkten Weise zu betrachten, um so nicht nur das zu sehen, was wir über ihre Bestandteile und deren Herkunft wissen bzw. das, was sie normalerweise wohl bedeutet haben.“