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Exhibition

Contemporary Fine Arts Berlin : DANA SCHUTZ - The Last Thing You See
MICHAEL KUNZE - Tick
- 20 Nov 2010 to 18 Dec 2010

Current Exhibition


20 Nov 2010 to 18 Dec 2010
Tue - Fri 10 - 1 and 2 - 6 Sat 11 - 5
CFA
Contemporary Fine Arts Berlin
Am Kupfergraben 10
10117
Berlin
Germany
Europe
p: +49-30-288 787 0
m:
f: +49-30-288 787 26
w: www.cfa-berlin.com











DANA SCHUTZ
Image © the artist, courtesy Contemporary Fine Arts Berlin
12
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Contemporary Fine Arts Berlin

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Artists in this exhibition: DANA SCHUTZ, MICHAEL KUNZE


DANA SCHUTZ
The Last Thing You See


Contemporary Fine Arts freut sich, die Ausstellung The Last Thing You See mit neuen Werken von Dana Schutz (*1976 in Livonia, USA) bekannt geben zu dürfen.

In ihrer aktuellen Ausstellung thematisiert Dana Schutz die Fähigkeit der Malerei, das Unmögliche darzustellen. Ausgehend von erdachten hypothetischen Situationen werden die Protagonisten der Bilder in Momenten dargestellt, die sich aus der Vorstellung und aus der Konfrontation mit dem Unterbewusstsein ergeben. Schutz´ neue Arbeiten können dabei in zwei Werkgruppen unterteilt werden. Die erste davon nennt sie “Tourette Bilder”. Es sind, wie sie selbst sagt, “unfreiwillig heftige Bilder, die einen in den Sinn kommen ohne einen Kontext oder einen erzählerischen Hintergrund”. Diese Gemälde unterbrechen den eigenen Gedankenfluss so, als ob jemand, der am Tourette-Syndrom erkrankt ist, während einer höflichen Konversation unerwartet flucht und dabei unangenehme oder peinliche Bilder in dem Gegenüber hervor ruft. Die Bilder aus der zweiten Werkgruppe beschäftigen sich mit der Darstellung “des Letzten, was man sieht, bevor man stirbt”.

Schutz` intensive Farb-Palette und ihre geistreiche Umsetzung der malerischen Intention bieten einen comichaften Kontrast zu den sonst dunklen und grausamen Bildinhalten. Die Künstlerin nutzt die Farbe dabei in einem sehr physischen, körperlichen Sinn. Themen wie Zwanghaftigkeit, Selbstschöpfung und Destruktion werden als Charakteristika auch durch den Auftrag der Farbe und durch die Pinselführung zum Ausdruck gebracht.

Intuitiv betrachtend nutzt Schutz ihre Fähigkeit, subjektive Befindlichkeiten herauszufiltern und schildert daraus folgend in ihren Bildern das Erleben eines Moments als eine doppeldeutige Erzählung zwischen Unbehagen und Humor.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.


Contemporary Fine Arts is pleased to present the exhibition The Last Thing You See with new works by Dana Schutz (*1976 in Livonia, USA).

For her latest exhibition, The Last Thing You See, Dana Schutz continues to question painting’s ability to represent the impossible. Working from invented hypothetical situations the protagonists of the paintings are depicted in instances, which result from the confrontation with one’s own subconsciousness.

Her recent work deals with two themes, the first is what she labels “Tourette’s Paintings”, “involuntary anti-social images that come to mind without any kind of context or larger narrative”. These paintings disrupt one’s train of thought as someone with Tourette’s syndrome might curse impulsively during polite conversation, releasing unpleasant or awkward images into the minds of others. The second theme involves depicting “the last thing you see before you die”.

Schutz’ intense palette and witty shifts between painterly means and ends provide a comic foil for her otherwise dark, perverse subject matter. She employs the use of colour in a physical, bodily sense. Topoi such as necessity, self-creation and destruction become characteristics, which are also expressed through her unique way of utilising paint and brush.

Schutz intuitively observes and thereby filters subjective sensitivities. Her paintings depict the experience of a moment in an ambiguous narrative, which shifts between disquiet and humour.

This exhibition is accompanied by a catalogue.




MICHAEL KUNZE
Tick


Contemporary Fine Arts freut sich, die Ausstellung „Tick“ mit neuen Werken von Michael Kunze (*1961 in München) bekannt geben zu dürfen.

Sonnenschirme, leere Swimmingpools, karge, antikisierte Ruinen- und Fantasie-landschaften mit bühnenartiger Theatralik – in Michael Kunzes Bilderwelten scheinen die Zusammenhänge rätselhaft und surreal und die Konstruktionen von fraglich bleibender Funktionalität zu sein. Eine altmeisterliche Malweise und Anklänge an große Historien- und Weltpanoramen werden gepaart mit einem in diesem Kontext absurd anmutendem Motivrepertoire in einer der virtuellen „orbits of fantasy“-Spiele entlehnten Ästhetik. Michael Kunze inszeniert auch in seinen jüngsten Arbeiten Begegnungen von scheinbar Nicht-Zusammengehörigem und einer metaphorischen Unschärfe, die eine theoretische Auseinandersetzung mit philosophisch-literarischem Wissen notwendig macht.

Die neuen Arbeiten gliedern sich in zwei Werkgruppen, nämlich in Gemälde mit figurativem Bildpersonal und in Bilder mit vorwiegend architektonischen Fantasielandschaften. Letztere basieren dabei auf der Erzählung Der Fremde (1942) von Albert Camus, in welcher der Protagonist Mersault nach dem Tod seiner Mutter bei einem Streit mit einem Araber diesen erschießt und anschließend zum Tode verurteilt wird. Der Roman, der nahe der Stadt Tipasa bei Algier spielt, ist geprägt von der absurd wirkenden Gleichgültigkeit und Gefühlskälte der Hauptfigur und stellt gemeinsam mit Der Mythos des Sisyphos eines der Hauptwerke Camus‘ Philosophie des Absurden dar.

Die zweite Werkgruppe bezieht sich auf Pier Paolo Pasolinis Film Teorema (1968), in dem Michael Kunze die Figur des Fremden in abgewandelter Form wieder entdeckt. Ein mysteriöser, gut aussehender Gast wird von einer reichen, in Emotionslosigkeit und Monotonie versunkenen Familie aufgenommen. Deren Mitglieder, von den Eltern über die Kinder bis hin zur Haushälterin verfallen alle nach und nach dem jungen Mann und brechen nach dessen Abreise mit ihren bisherigen Gewohnheiten. Der Fremde fungiert hier in einer Art Fortsetzung als ein Befreier aus der Lethargie. Beide Quellen liefern Kunze den Stoff für seine Bildwelten, die mit seiner eigenen Situation, dem Atelier als einer Art „Über-Ort“ metafiktiv verschmelzen.

Hinweise auf diese Referenzen geben nicht nur Michael Kunzes Bilder und deren Titel, sondern auch seine Texte. (Auch im aktuellen Ausstellungskatalog ist ein Beitrag des Künstlers erschienen). Diese tragen zwar zum näheren Verständnis seiner Intention bei, sind jedoch keineswegs als theoretische „Gebrauchsanweisung“ zur malerischen Praxis zu verstehen, sondern als gleichberechtigte künstlerische Äußerung.

Die Verknüpfung verschiedener Ebenen, die Vermischung von Traum und Realität, Bewusstem und Unbewusstem kennzeichnen Michael Kunzes Bilder. Es entstehen palimpsestartige Gemälde, durch deren vielschichtige theoretische Lagen mit literarischen, kunsthistorischen und filmische Referenzen sich der Betrachter „durchschaufeln“ muss und somit zum hermeneutischen Dialog herausgefordert wird. Denn „nicht Malerei als Malerei ist interessant“, bekundet Michael Kunze, „sondern Malerei als Literatur, Literatur als Fotografie, Fotografie als Readymade, Readymade als Film, Film als Architektur, Architektur als Musik etc.“

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Gregor Jansen und Michael Kunze.


Contemporary Fine Arts is pleased to announce the exhibition “Tick” with new works by Michael Kunze (born in 1961 in Munich).

Sun shades, empty swimming pools, sparse, fantasy and ruin landscapes reminiscent of classical antiquity, with a stage-like theatricality – in Michael Kunze’s pictorial worlds, the correlations seem mysterious and surreal, and moreover the constructions’ functionality remains at least questionable. A painting style reminiscent of old masters, with echoes of large historical and world panoramas, are coupled with a repertory of motifs in an aesthetic inspired by the “Orbits of Fantasy” games, which seems absurd in this context. Michael Kunze stages encounters of seemingly incompatible things with a metaphorical blurriness, which makes a theoretical engagement with their philosophical and literary background necessary.

The new works can be grouped in two work groups, namely paintings with concrete figures, and paintings with imaginary landscapes containing architectural elements. The latter are based on The Stranger (1942) by Albert Camus, where the protagonist Mersault, after his mother’s death, shoots an Arab after an argument and is subsequently condemned to death. The novella, set near the city of Tipasa close to Algiers, is characterised by the protagonist’s indifference and callousness that strike us as absurd, and together with The Myth of Sisyphos, it is one of the main works exploring Camus’ philosophy of the absurd. The second group of works refers to Pier Paolo Pasolini’s film Teorema (1968), where Michael Kunze discovers the figure of the stranger, albeit in an altered form. A mysterious, good-looking guest is taken in by a rich family whose monotonous life is marked by a lack of emotion. One by one, the family members, from the parents and the children to the maid, all fall for the young man, and after his departure, they break with their old habits. The stranger functions here in a kind of sequel as a liberator from lethargy. Both sources provide Kunze with the material for his visual worlds which meta-fictively melt with his own situation, the studio as a kind of über-site.

Allusions to these references are to be found not just in Kunze’s paintings and their titles, but also in his texts. (The current exhibition catalogue also contains a text by the artist.) Although these contribute to a better understanding of his intentions, they should by no means be understood as a kind of theoretical “instruction manual” for his painterly practice, but rather as an equally valid artistic expression.

The conjunction of different levels, the mixing of dream and reality, the conscious and unconscious, characterise Michael Kunze’s paintings. The result are palimpsest-like paintings with intricate theoretical layers of literary, art historical, and filmic references, through which the beholder has to dig – he or she is challenged to enter into a hermeneutic dialogue. Because, “painting is not interesting as painting,” Michael Kunze proclaims, “but painting as literature, literature as photography, photography as readymade, readymade as film, film as architecture, architecture as music, and so on.”

This exhibition is accompanied by a catalogue with texts by Gregor Jansen and Michael Kunze.



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