Vernissage und Season Opening Mittwoch, 25. August 2010, 17-20 Uhr Ausstellung 26. August - 2. Oktober 2010
Teresa Chens neue Fotoserie CAPTURED bewegt sich im Spannungsfeld von Schönheit und Vergänglichkeit. Durch den hohen Abstraktionsgrad entschwindet die Substanz oder das Wesen und lässt den Betrachter in Ungewissheit über den Ursprung des Objektes. Falls sich doch eine Gewissheit über den Gehalt der Fotografien einstellt, wird sich der Besucher der Ausstellung über die Verfremdung des Gegenstandes bewusst. Teresa Chens grossformatige Fotografien - die Künstlerin arbeitet ausschliesslich analog und verzichtet auf digitale Modifizierungen - bieten einen neuen und ungewohnten Aspekt auf Unspektakuläres aus dem Mikrokosmos.
Das auf eigener Erfahrung basierende Video ‚it ain’t where you’re from, it’s where you’re at: BE(COM)ING SWISS’ thematisiert das ‚Anderssein’, das die Künstlerin im doppelten Sinne, sowohl als schweizerisch-amerikanische Künstlerin, wie auch als Tochter chinesischer Einwanderer in Amerika erlebt hat. Chen stellt nicht ihren Gesichtspunkt in den Vordergrund, sondern lässt Einwanderer über deren Erfahrungen und Erkenntnisse in der Schweiz zu Wort kommen.
LIMINAL SPACE (‚limen’: lateinisch für Schwelle) ist ein Ausdruck, der verwendet wird um eine Situation des Überganges und der Mehrdeutigkeit zu beschreiben. LIMINAL SPACE bezeichnet ein Ort, wo sich Grenzen auflösen, wo die Transformation zwischen Trennung und Wiedereinbindung oder -eingliederung geschieht. Die Ausstellung LIMINAL SPACE bekundet die Polarität im Werk von Teresa Chen, als Fotografin dokumentiert sie zum Einen Alltägliches, welches durch extreme Nahsicht gleichzeitig verfremdet wird. Kontrast dazu stellt die Auseinandersetzung der Künstlerin mit dem ‚Fremdsein’ dar, was im Video aufgezeigt wird.